Anthropologie Und Medialitat Des Komischen Im 17. by Stefanie Arend, Thomas Borgstedt, Dirk Niefanger

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By Stefanie Arend, Thomas Borgstedt, Dirk Niefanger

Der Band basiert auf einer Tagung, die die Internationale Andreas Gryphius-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem division Germanistik und Komparatistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vom 20. bis 23. September 2005 in Erlangen durchgeführt hat. Angeregt durch neue kulturwissenschaftliche Fragestellungen, nehmen die Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen die Ästhetik komisierender Verfahren in Literatur und Bild des 17. Jahrhunderts in den Blick. Sie beschäftigen sich mit semiotischen und materialen Erscheinungsformen des Komischen in unterschiedlichen Textsorten, mit poetischen und poetologischen Fragestellungen und diskutieren Probleme der Inszenierung des Komischen sowie Möglichkeiten seiner Grenzbestimmung. Immer wieder gerät dabei die virulente Frage nach der Rezeption des Komischen ins Zentrum des Interesses.

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Paris 1685. Vgl. auch Thomasius: Monatsgespräche I (s. Anm. 1), S. 794: “Galante Leute könten wohl leiden/ daß man ihnen contradicirte/ wenn es mit rationibus geschehe/ und begegneten denen/ so sie höfflich tractireten mit gegen Höffligkeit/ hingegen wäre daß so eine gewisse anzeigung einer Pedanterey/ wenn man wieder die jenigen/ die nicht unserer Meinung wären/ alsbald mit dem Schwerdte drein schlagen wolte”. Vgl. als Beispiel David Fassmann: Der gelehrte Narr, oder gantz natürliche Abbildung solcher Gelehrten, die da vermeynen alle Gelehrsamkeit und Wissenschafften verschlucket zu haben […].

Darüber hinaus legt er noch einige Besonderheiten der komischen Irrtümer dar, indem er sechs Spezialformen unterscheidet. Er zählt auf: Wenn die Einfalt (entweder die natürliche oder doch sonst verursachte) oder die Unwissenheit eines Menschen so groß ist/ daß Er sich von einer Person (a) oder Sache (b) etwas einbildet/ daß Er nicht thun solte; oder eine Rede (c) That (d) und Zeichen (e) eines Dinges anders auffnimmt/ als er auffnehmen solte; oder sonst etwas ungereimtes (f) vornimmt/ so giebt es einen lustigen Jrrthum oder Possen.

Dort teilt Neukirch mit, die kunstgerechte Faktur der im 17. Jahrhundert poetologisch vernachlässigten Komödie lasse sich gut anhand von zeitgenössischen exempla, namentlich von Gryphius und Weise, erlernen, wenngleich der erste zu wenig moraldidaktisch und der zweite zu personalintensiv schreibe: In Comödien haben Herr Gryphius und Herr Weise etwas gethan. Der erste giebet an lustigkeit dem Moliere nichts nach/ hat aber mehr auff kurtzweil als durchziehung der laster gesehen. 32 Eine moraldidaktische Absicht verkündet bereits Johann Georg Schoch mit der Comoedia Vom Studenten-Leben (1657), in der die Opposition von Tugend und Laster auf dem Wege des Verlachens vermittelt werden soll.

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